Gaestebuch

Bedrohte Nutztierrassen

Coburger Fuchsschafe, JakobschafWir möchten soweit möglich alte und vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen halten, züchten und landwirtschaftlich vermarkten. Neuere Züchtungen sind oft wirtschaftlicher, aber auch anfälliger für Krankheiten und empfindlicher. Die heutigen Puten- und Schweinerassen beispielsweise sind nur noch selten für die Freilandhaltung geeignet. Der Stress, unser Klima und der Parasitendruck im Freiland würde sie krank machen. Alte Rassen hingegen sind meist robuster, sie wachsen dafür aber nicht so schnell oder sind aus anderen Gründen nicht ideal für die heutige Vermarktung, z.B. liefern alte Schweinerassen fetteres Fleisch.

BronzeputenDie GEH e.V. (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen) führt eine Rote Liste, auf der bedrohte Haustierrassen aufgeführt werden. Link

Derzeit werden auf unserem Hof folgende Tiere gehalten oder sind für die Zukunft geplant (gefährdete Nutztiere mit “*” gekennzeichnet):

 

Rinder: Belted Galloways (sollte genug Fläche dazu kommen evtl. Rotes Höhenvieh)
Schafe: Coburger Fuchsschafe *
Gänse: Bayrische Landgänse *
Truthühner / Puten: Bronze Pute *
Perlhühner: Helm-Perlhuhn
Hühner:
 Deutsche Sperber *, Welsumer. Wir haben auch andere Rassen wie Altsteirer, Araucana, Bresse Gauloises etc., züchten jedoch aktuell nur Sperber und Welsumer, weil sich diese Rassen hier besonderPfaus bewährt haben.
Laufvögel: Nandus Die Nandus sind unsere Fuchs-Abwehr, wir sind gespannt, ob die kuriosen großen Vögel tatsächlich unsere Verluste durch den Fuchs verringern der gar beenden können. Update 2017: Leider helfen die Nandus nicht gegen den Fuchs, unser Geflügel wird weiterhin getötet. Unsere einzige Chance besteht in Herdenschutzhunden.
Pfauen: Schwarzflügel-Pfauen (Farbschlag Mitternacht & Violett)
Bienen: Wir haben 2017 “Pensionsbienen” gehabt und viel gelernt. Ab 2018 gehören 5 Völker zur Mühle.
Hunde: Malinois (Belgische Schäferhunde), bald Herdenschutzhunde.

alter BirnbaumAuch die Pflanzenwelt soll nicht zu kurz kommen: Wir beleben die alte Obstwiese neu und bepflanzen sie Stück für Stück neu mit alten Obstsorten, wir legen Wildobst-Hecken an, und bewirtschaften unsere Flächen schonend. Hier kultivierte Hecken: Schlehe (Schwarzdorn), Weißdorn, Kornelkirsche, Holunder, Hundsrose. Heimische Bäume: Rotbuche, Stieleiche, Sommerlinde, Speierling, Walnuss. Obstwiese: 12 alte Apfel- und 4 alte Birnensorten, verschiedene Sauer- und Süßkirschen, Mispel, Mirabelle, Zwetschge, Eberesche.

Die heimische Tierwelt liegt uns am Herzen und wir betrachten es als Selbstverständlichkeit, den Lebensraum für die Wildtiere, deren Platz heutzutage überall zusehends knapp wird, zu erhalten und wo nötig neu zu gestalten. In Zusammenarbeit mit dem BUND und der EEG gibt es Nisthöhlen für den hier ansässigen seltenen (und regelmäßig auf unserer Weide brütenden!) Steinkauz, sowie für Schleiereule und Turmfalken.Steinkauz Die im Umfeld brütenden Bussarde nutzen unsere Zaunpfähle als Ansitz für die Mäusejagd. In und um die Mühle herum leben Haselmäuse, Eichhörnchen, Fledermäuse, und viele seltene Vögel wie Spechte, Eisvögel, Kormorane, Habichte, Rotmilane etc. Der Hof wurde 2017 mit der NABU-Plakette für “fledermausfreundliche” Häuser ausgezeichnet.

Da die Sanierung unseres Hofes noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird können nicht alle Pläne, insbesondere was die Ausweitung unserer Tierhaltung und den Start in die Vermarktung angeht, sofort umgesetzt werden. Außerdem benötigen wir dringend noch mehr Grün- und Ackerflächen.

Wir bemühen uns, sobald wie möglich mit unserem Hofladen durchzustarten!

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